Rückblick

BIOPOLYMER Kongress 2025 | Partnerland Polen

Der Biopolymer-Kongress 2025 zeigte eindrucksvoll: Biokunststoffe sind kein Randthema mehr, sondern ein wachsender Bestandteil der Kunststoffindustrie. Auch wenn sie derzeit nur etwa ein Prozent des Gesamtvolumens darstellen – Werkstoff- und Verfahrensentwicklung laufen auf Hochtouren, um das Potenzial zu heben. 
Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik diskutierten über neue Materialien, Additive, Verarbeitungstechnologien und zukünftige Anwendungen. Ein thematischer Schwerpunkt lag auf biobasierten und biologisch abbaubaren Polymeren sowie der Frage, wie sie bei Verpackung, Konsumgütern oder technischen Teilen zur Kreislaufwirtschaft beitragen können. 
Der feierliche Höhepunkt war die Verleihung des Biopolymer Innovation Award, mit dem herausragende Entwicklungen aus der Biopolymer-Industrie ausgezeichnet wurden. Die Preisträger zeigen eindrucksvoll, was technisch machbar ist — von biobasierten Kunstleder-Alternativen über nachhaltige Sport- und Freizeitkomponenten bis hin zu umweltfreundlichen Verpackungslösungen. 


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Das sagen Teilnehmer:innen


Prof. Dr.-Ing. Maik Feldmann,
Fraunhofer-Institut

Prof. Dr.-Ing. Maik Feldmann,
Fraunhofer-Institut 

Weshalb nehmen Sie an der Veranstaltung teil bzw. haben sich schon als Referent eingebracht?

In den vergangenen Jahren hat sich der mitteldeutsche Raum durch industrielles Engagement, aber auch durch große Forschungsprojekte aus Strukturwandelmittel im Bereich Biokunststoffe und „Zirkuläre/ Grüne Chemie“ positioniert und dadurch an Sichtbarkeit zugenommen. Nicht zuletzt trägt auch der Kongress hierzu bei und ermöglicht den Austausch mit Forschenden aus unterschiedlichen Regionen und Ländern. Es war mir eine besondere Freude den Kundennutzen unserer Kunststoffverarbeitungs- und Analyseaktivitäten in Halle (Saale) sowie am Pilotanlagenzentrum in Schkopau für Partner aus der Industrie vorstellen zu dürfen.

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    Was macht für Sie diese Veranstaltung aus?

    Eine gelungene Mischung aus Industrie- und Wissenschaftsbeiträgen mit hoher Anwendungsnähe und neuen, innovativen Lösungsansätzen zur Lösung bestehender Herausforderungen. Die jährliche Preisverleihung macht dies für die Bewerber und Teilnehmende besonders attraktiv.


     

    Warum werden Sie 2026 teilnehmen?

    Ich freue mich auf die Vorträge der Finalisten der Preisverleihung sowie die Gastbeiträge aus dem Partnerland Österreich und bin gespannt, welche interessanten Ideen und Projekte präsentiert werden. Die abendliche Netzwerkveranstaltung ist eine ideale Möglichkeit mit bekannten, aber auch völlig neuen Kontakten ins Gespräch zu kommen und über aktuelle Entwicklungen am Markt, aber auch zukünftige Projekte zu sprechen.

Vitus Zenz, Technische Hochschule Rosenheim

Vitus Zenz,

Technische Hochschule Rosenheim 

Was hat Sie bewogen, an der Ausschreibung zum Biopolymer Innovation Award teilzunehmen und was hat der Preis bewirkt?

Wir haben uns damals auf den Biopolymer Innovation Award beworben ohne wirklich einschätzen zu können, ob unser Verfahren in diesem frühen Entwicklungsstadium überhaupt eine Chance gegenüber etablierten Technologien und marktreifen Produkten haben würde. Umso größer war die Freude als wir 2024 den zweiten Platz belegten. Die Auszeichnung hat uns nicht nur überrascht, sondern uns auch wertvolles Feedback aus der Fachcommunity gebracht und deutlich gemacht wie entscheidend es sein wird, die Produktionskosten von Bernsteinsäure weiter zu senken um künftig den Biokunststoff PBS wirklich wettbewerbsfähiges anbieten zu können.

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    Was macht für Sie der Kongress aus?

    Der Kongress selbst ist für uns jedes Jahr ein Highlight weil er in Deutschland die Menschen zusammenbringt, denen Biokunststoffe wirklich am Herzen liegen. Man spürt dort eine besondere Energie, eine Mischung aus Fachwissen, echter Begeisterung und dem gemeinsamen Willen Biopolymere in der Industrie weiter zu etablieren. Dieser Spirit ist für mich jedes Jahr aufs Neue inspirierend, und ich freue mich immer darauf, engagierte Persönlichkeiten zu treffen, mit denen man offen und konstruktiv diskutieren kann.


    Warum sollte man bzw. werden Sie 2026 teilnehmen?

    Teilnehmen sollte man vor allem deshalb, weil der Kongress eine familiäre Atmosphäre schafft in der Begegnungen auf Augenhöhe möglich sind. Man lernt Menschen kennen, die nicht nur über nachhaltige Materialien reden sondern aktiv daran arbeiten, Biokunststoffe in der Breite der Gesellschaft und der Industrie zu verankern, genau darin liegt sein besonderer Wert.

Eric Folz, Lehmann&Voss&Co. KG

Eric Folz, Lehmann&Voss&Co. KG

Was hat Sie bewogen, an der Ausschreibung zum Biopolymer Innovation Award teilzunehmen und was hat der Preis bewirkt?

Biobasierte Kunststoffe gewinnen zusehend and Bedeutung. Nicht nur aufgrund des biogenen Anteils im Polymer, sondern auch, weil sich teilweise die Eigenschaften zu klassischen Polymeren unterscheiden. Durch geschickte Kombination mit speziellen Fasern ergeben sich gänzlich neue Material-Eigenschaftenprofile, über den reduzierten CO2-Fußabdruck hinaus. Um dies aufzuzeigen, bot der Biopolymer-Award eine hervorragende Plattform. Die Medienresonanz auf unsere Auszeichnung war bemerkenswert hoch. 

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    Wie hat Ihnen die Veranstaltung insgesamt gefallen?

    An der Award-Ceremony teilzunehmen war eine wirkliche Freude. Erfrischend moderiert, mit der Möglichkeit eines intensiven Austauschs im Nachgang. Wir fanden, eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Kongress war wissenschaftlich gesehen sehr tiefgreifend und hat den Blickwinkel auf so manche Themen nochmals erweitert.


    Werden Sie 2026 erneut teilnehmen am Award und/oder Kongress?

    Wir planen auch 2026 wieder mit an Bord zu sein, nicht nur beim Kongress. Was den Einsatz biobasierter Werkstoffe angeht, haben wir eine Botschaft. Es ist also auch wieder geplant, ein Bauteil zum Award anzumelden.

Impressionen